Warum der Herbst für High Performer zur Zerreißprobe wird
Der Herbst bringt für viele High Performer eine doppelte Belastung. Auf der einen Seite das Business: Jahresendspurt, Q4-Ziele, Budgetabschlüsse und oft auch Erfolgsdruck. Alles muss noch unter Dach und Fach, bevor das Jahr zu Ende geht. Für viele wird in dieser Zeit das gesamte Jahr bewertet, und nicht selten damit auch der eigene Selbstwert. Wer nicht abliefert, fühlt sich schnell als nicht gut genug.
Auf der anderen Seite signalisiert die Natur etwas ganz anderes: Rückzug, Loslassen und Entschleunigung. Während draußen die Blätter fallen und die Tage kürzer werden, drücken High Performer innerlich aufs Gas. Und genau dieser Widerspruch setzt das Nervensystem unbewusst unter Dauerstress.
Die Folge: gefühlter Herbststress pur. Schlafprobleme, Gereiztheit, Konzentrationsschwäche und das Gefühl, gegen den eigenen Körper anzukämpfen. Viele erleben den Herbst nicht als Übergang, sondern als Zerreißprobe zwischen äußerem Druck und innerem Erschöpfen.
Das ist der Grund, warum der Herbst aufs Nervensystem schlägt
Und genau hier liegt der Haken: Der Herbst stresst uns nicht nur mental durch den Jahresendspurt – er greift auch direkt ins Nervensystem ein. Weniger Tageslicht bedeutet weniger Serotonin (unser „Glücks-Botenstoff“) und gleichzeitig mehr Melatonin (das Schlafhormon). Das macht uns müder, schwerer und weniger belastbar.
Studien zeigen, dass saisonale Stimmungsschwankungen (SAD – Seasonal Affective Disorder) je nach Region zwischen 1 und 10 % der Menschen betreffen (NCBI). Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer, unter anderem, weil hormonelle Unterschiede den Serotonin- und Melatonin-Haushalt sensibler beeinflussen.
Das Spannende: Selbst wenn beruflich alles läuft, Ziele erreicht, Umsätze im Soll, fühlt sich das System innerlich irgendwie erschöpft an. Der Körper zieht die Handbremse, auch wenn der Kopf noch Vollgas geben will.
Und genau deshalb trifft es High Performer besonders hart: Sie sind es gewohnt, ihren Willen über den Körper zu stellen. Aber im Herbst zeigt sich, dass das Nervensystem nicht verhandelbar ist.
Selbstfürsorge = das, was High Performer am liebsten IGNORIEREN
Und genau hier liegt die nächste Herausforderung: Der Herbst fordert nicht nur biologisch, er fordert auch organisatorisch. Q4 ist für viele High Performer die härteste Zeit des Jahres, Budgets müssen stehen, Projekte abgeschlossen, sowie Deadlines gehalten werden. Während das Nervensystem ohnehin schon langsamer lädt, verlangt das Business aber weiterhin volle Power.
Die logische Folge: Pausen fallen unter den Tisch. „Ich mach dann im Januar mal langsamer“ – dieser Satz ist fast schon ein Mantra im High-Performer-Kalender. Doch wie das Magazin STRIVE berichtet, überhören High Performer ihre eigenen Warnsignale besonders häufig. Sie arbeiten länger, schieben Erholung vor sich her und wundern sich früher oder später, wenn die Leistungsfähigkeit plötzlich einbricht.
Das Fatale: Oberflächliche Entspannung reicht nicht. Ein kurzer Netflix-Abend oder ein Glas Wein kompensieren keine Dauerbelastung. Damit das System langfristig leistungsfähig bleibt, braucht es tiefe Regeneration, echte Momente, in denen Körper und Nervensystem wieder auftanken können. Ohne diese Erholung fährt der Motor irgendwann im roten Bereich.
Mentale Stärke schützt – aber sie ersetzt keine Erholung
Doch High Performer wären keine High Performer, wenn sie nicht versuchen würden, auch das mental zu kompensieren. „Ich halte das schon aus“ oder „Da muss ich jetzt durch“ – diese Sätze sind typische Mantras im Herbst. Und tatsächlich: Sportpsychologische Studien zeigen, dass sogenannte Mental Toughness (Mentale Stärke) ein echter Schutzfaktor ist.
Wie die ASP-Jahrestagung 2025 bestätigt, hilft trainierte mentale Stärke dabei, auch unter wachsendem Druck fokussiert und produktiv zu bleiben. Wer gelernt hat, Rückschläge zu relativieren, innere Stabilität aufzubauen und sich nicht so leicht aus der Bahn werfen zu lassen, kann den Herbststress deutlich besser managen.
Aber, und das ist entscheidend: Mentale Stärke ist kein Allheilmittel. Sie ersetzt keine echte Erholung. Sie verlängert lediglich, wie lange du durchhältst, bis das System nachgibt. Mit anderen Worten: Sie ist wie ein leistungsstarker Akku, der länger hält, aber auch dieser Akku muss irgendwann geladen werden. Ohne echte Regeneration läuft er leer.
Erste Tipps für weniger Herbststress
Natürlich kannst du einiges tun, um den Herbststress kurzfristig abzufedern. Und bevor wir über tiefere Lösungen sprechen, hier ein paar einfache Hebel, die sofort spürbar sind:
- Mehr Licht tanken: Dein Körper braucht im Herbst jede Minute Tageslicht. Geh morgens direkt raus – schon 20 Minuten echtes Sonnenlicht wirken stärker als jede Vitaminpille. Wenn das nicht möglich ist, können auch Tageslichtlampen unterstützen. Sie regulieren Serotonin- und Melatonin-Spiegel und helfen deinem Nervensystem, stabiler zu bleiben.
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- Gezielte Pausen einbauen: Arbeite nach der 90-10-Regel: 90 Minuten volle Konzentration, dann 10 Minuten echte Pause. Aufstehen, bewegen, tief atmen, frische Luft. Wichtig: kein Handy, kein Scrollen – dein Nervensystem braucht Entlastung, nicht neue Reize.
- Regeneration ernst nehmen: Schlaf ist nicht verhandelbar. Netflix, E-Mails oder Social Media bis spät in die Nacht gaukeln dir Erholung vor, rauben dir aber die Tiefe. Achte auf gute Schlafhygiene: Dunkelheit, Ruhe, feste Zeiten. Dein System lädt nur in echter Ruhe.
- Mentale Routinen nutzen: Statt dich mit stundenlangen Meditationen zu quälen, probiere Binaural Beats. Das sind spezielle Tonfrequenzen, die dein Gehirn gezielt in bestimmte Zustände versetzen – z. B. Entspannung, Fokus oder Regeneration. Studien zeigen, dass schon 10 Minuten tägliches Hören von 6 -10 Hz Binaural Beats messbare Effekte bringt: Alpha-Aktivität im Gehirn steigt, Anspannung sinkt und die Aufmerksamkeit verbessert sich deutlich (Frontiers in Neuroscience, Nature). Andere Untersuchungen zeigen sogar, dass Binaural Beats Angst und Blutdruck in Stresssituationen senken können (MDPI).
Der Vorteil: Du musst keine komplizierte Meditationspraxis aufbauen. Kopfhörer auf, 10 Minuten hören – und dein Nervensystem kommt spürbar schneller zur Ruhe als mit klassischen Achtsamkeitsübungen. Gerade im hektischen Herbstalltag ist das eine der effizientesten Methoden, um Stress abzubauen, ohne lange Zeit investieren zu müssen.
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Wenn der Herbst jedes Jahr dasselbe auslöst
Die Tipps können dir kurzfristig helfen – mehr Licht, Pausen oder die Binaural Beats. Aber wenn du ehrlich bist: Oft reicht das nur, um dich gerade so über Wasser zu halten. Spätestens nächstes Jahr im Herbst stehst du wieder am gleichen Punkt.
Mach dir das bewusst: Schreib dein Energielevel in diesem Herbst einmal auf, ehrlich und ohne Schönreden. Leg dir die Notiz auf Wiedervorlage für nächstes Jahr. So erkennst du schwarz auf weiß, ob sich das Muster wiederholt. Denn oft verdrängen wir genau das und reden uns ein, „dieses Jahr war einfach besonders anstrengend“.
Vielleicht kennst du es: Jedes Jahr läuft es nach demselben Muster. Anfangs hältst du noch durch, doch irgendwann kippt die Stimmung. Deine Energie sackt ab, der Schlaf wird schlechter, die Gereiztheit steigt und trotzdem zwingst du dich, weiter Gas zu geben. Am Ende fühlt es sich an, als würdest du gegen dich selbst arbeiten.
Wenn sich dieses Déjà-vu jedes Jahr wiederholt, dann geht es nicht mehr nur um fehlendes Licht oder den vollen Kalender. Es ist ein Signal: Dein Nervensystem trägt Programme in sich, die dich antreiben, aber gleichzeitig auslaugen. Muster wie „sei stark“, „reiß dich zusammen“ oder „du darfst nie schwach wirken“ funktionieren zwar eine Weile, aber sie rauben dir langfristig Kraft.
Herbststress ist dann nicht die eigentliche Ursache, sondern der Verstärker, der sichtbar macht, wie sehr diese inneren Antreiber dein System bestimmen.
Hypnose: Kein Pflaster, sondern ein Reset
Viele High Performer haben Angst, dass sie mit Hypnose ihren Ansporn verlieren könnten. Dass plötzlich die Schärfe, die sie erfolgreich gemacht hat, verschwindet. Die Wahrheit ist das Gegenteil: Hypnose nimmt dir nicht deine Persönlichkeit, sie nimmt dir den Stress, der sich wie Sand im Getriebe festgesetzt hat.
Denn mal ehrlich: Dein Ehrgeiz ist nicht das Problem. Er bringt dich nach vorne. Das Problem ist der unsichtbare Stress, den du dir oft selbst kreierst, durch Antreiber wie „immer stark sein“, „keine Schwäche zeigen“ oder „niemals Pause machen“. Genau das macht dich im Herbst jedes Jahr müde, unruhig und innerlich leer.
Und hier greift Hypnose:
- Sie reduziert Stressreaktionen, indem sie den emotionalen Ursprung löst.
- Sie nimmt dem „immer weitermachen müssen“ die Härte.
- Sie schwächt Glaubenssätze wie „Ich bin nur wertvoll, wenn ich leiste“, ohne deine Power zu drosseln.
- Sie sorgt für Ruhe im Nervensystem – und zwar so, dass dein Antrieb klarer, fokussierter und nachhaltiger bleibt.
Das Entscheidende: Du verlierst nichts, was dich erfolgreich macht. Du gewinnst nur das zurück, was du unterwegs verloren hast, nämlich Balance, Gelassenheit und die Fähigkeit, Leistung auch wirklich genießen zu können.
Darum sage ich auch: KI kann Coaching ersetzen – aber nicht Hypnose. Denn Hypnose ist kein Pflaster gegen Herbststress. Sie ist ein Reset, ein System-Update, das dich leistungsfähig hält, ohne dass du dich selbst verschleißt.
Fazit: Du bist nicht erfolgreich, wenn du dich dabei ruinierst
High Performer feiern oft ihre Zahlen, aber zu welchem Preis? Wer seine Umsätze hochschraubt, aber innerlich ausbrennt, lebt keinen Erfolg, sondern Selbstzerstörung. Erfolg, den du nicht genießen kannst, ist keiner.
Genau da trennt sich Spreu vom Weizen: Wer nur denkt, bleibt gefangen. Wer ins Unterbewusstsein geht, verändert sich wirklich. Hypnose ist kein Nice-to-Have. Sie ist die Bedingung, wenn du Leistung ohne Selbstzerstörung willst.
Hypnose nimmt dir nicht deine Persönlichkeit, nicht deinen Antrieb, sondern nur den Ballast, den du dir unbewusst selbst auferlegt hast. Das „Immer weitermachen müssen“. Die innere Unruhe, die dich nachts wachhält. Die Glaubenssätze, die dich kleinhalten, egal wie groß deine Erfolge sind.
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Haha, High Performer ja, Pausen nein – klassisch! Dieser „Ich mach im Januar langsamer-Satz ist ja ein Leichtgewicht unter den Mantras. Mental tough sein, das ist ja super, aber als ob das die ständige Belastung ersetzen kann – na klar, ein Akku hält länger, aber wer will nur einen Akku sein? Die Tipps sind nett, aber die wahre Krise ist doch diese inneren Antreiber, die uns glauben machen, wir müssten ständig durchstarten. Hypnose klingt da aber als witzige Art, dem „immer stark sein-Stress mal einen ordentlichen Reset zu spendieren, ohne dass wir unsere Power verlieren. Erfolg, der dich nicht ruiniert, ist ja wirklich der Wahnsinn!
Exakt das! Wir reden viel zu selten über die wirklichen Stressoren, nämlich die inneren Antreiber, die dich selbst dann noch pushen, wenn der Tank längst leer ist.
Hypnose ist da kein „Wegzaubertrick“, sondern genau das, was du sagst: ein Reset-Knopf für den mentalen Dauerlaufmodus.
Damit du deine Power bewusst steuerst, statt dich von ihr auffressen zu lassen. Erfolg mit Substanz und ohne Selbstzerstörung.Let’s go!